Über Slowenien an die Adriaküste, durch Griechenland und die Türkei, nach Armenien, Aserbaidschan und Georgien. Zurück gehts über den Balkan, Ungarn und Österreich... 

 

 Reisetage:    ca. 200 Tage                 Reisestrecke:      ca. 17.000 km

 


Neu ist, dass wir zum ersten Mal mit Freunden auf eine große geplante Reise gehen. 

Kennengelernt haben wir die beiden Anfang 2021 durch das Internet,  in einem Reiseforum für Globetrotter.  Nach 2 gegenseitigen Besuchen und einem 4-Tagestreffen am Main, war schnell klar, dass wir recht gut zusammenpassen:

  • Gleiche Interessen bezüglich "unterwegs" zu sein
  • Wir reisen beide mit Hund
  • Fahren beide ein BIMOBIL
  • Lieben das Gleiche beim Essen und Trinken
  • Haben die gleichen Reiseziele
  • Sind flexibel und kompromissbereit
  • Jeder hat sowohl positive als auch negative Erfahrungen mit "Reisepartnern unterwegs" gemacht.
  • ...

Mit Udo&Sabine haben wir auch schon "Russland-Mongolei-Pamir - 2022" geplant. Nachdem wir Mitte Februar grünes Licht für ein Visum aus Russland erhalten hatten, hat uns jetzt die Weltpolitik, und nicht CORONA, zur Änderung unserer Reisepläne gezwungen. Nach dem Überfall von Putin auf die Ukraine erschien uns eine Reise durch Russland im Moment nicht sinnvoll, und wir haben unseren,  wegen CORONA schon vor Monaten  erstellten Plan-B, nämlich "Süd-Ost-Europa" aus der Schublade geholt.


31.03. bis 13.04.2022

Von Gelnhausen  nach Süd-Kroatien

ca. 1.600 km

Bisher gefahrene Strecke.


  • 13. April 2022

Es hat alles geklappt, und wir sind nach Opa Erwins 85. Geburtstagsessen am 31.03.2022 von Gelnhausen aus in Richtung Nördlingen gefahren. Dort hatten wir uns auf dem Wohnmobilstellplatz Kaiserwiesen mit Udo&Sabine verabredet, um am nächsten Tag gemeinsam unsere nächste Tour zu starten.

Beim Aufwachen erlebten wir die erste Überraschung: In der Nacht waren 5 cm Schnee gefallen.

Erst hinter dem Felber-Tauerntunnel ist es dann trocken und etwas wärmer geworden.

Bis auf den Karawankentunnel sind wir mautfrei durchgekommen. Für Slowenien hatten wir die DarsGo-Box noch vom letzten Herbst, auf der wir auch noch etwas Guthaben hatten. Getankt habe wir hier das erste mal für 1,53€/l. Eigentlich wollten wir dann in Bled einen Stopp einlegen, aber das Wetter wollte es anders...

 

Über Rijeka und Crikvenica sind wir dann kurz vor Senj erstmal 3 Tage am Meer geblieben. Erste Sonnenstrahlen bei 16 Grad genießen...

 

 

Unser nächstes "Ziel" waren die Plitvicer Seen. Nachdem wir die Lage vor Ort erkundet hatten, mußten wir 38€ für eine Übernachtung auf dem einzig möglichen Stellplatz bezahlen. Der Eintritt zu den Plitvicer Seen betrug glücklicherweise nur 10€/Person. Ab Samstag bis Ende Mai 22€/Pers, dann bis Ende August 40€/Pers. Das ist schon heftig...

Da wir fast alleine im Naturpark unterwegs waren, konnten wir auch das fehlende "Grün" leicht verschmerzen..

 

 

Wir sind ca. 2/3 des Parks abgelaufen bzw. mit dem Boot gefahren. Die beiden oberen Seen haben wir nicht mehr geschafft, da der Rückweg mit der Parkbahn (defekt) nicht möglich war.

 

In Zadar haben wir wieder die Küste erreicht. Einen ruhigen Stellplatz in der Nähe des Stadtzentrums haben wir bei einem Privatmann im Garten/Hinterhof gefunden...

Hier konnten wir beschauliches Stadtleben in einer schönen Altstadt erleben. Leider kann ich hier kein Video der "Orgel von Zadar" hochladen. Es handelt sich hierbei um Orgelpfeifen, durch die der Wellengang der Adria die Luft presst und so einen recht spektakulären Sound erzeugt. Elli war sehr begeistert oder auch ratlos, denn sie konnte, auf Grund der vielen Pfeifen, keine Zuordnung des Gehörten herstellen...

 

Ab Sibenik wurde es wärmer! Die Küstenstraße, im Gegensatz zum Herbst 2021, ist sehr schön zu befahren. Es sind noch kaum Touristen unterwegs, es wirkt alles sehr beschaulich. Allerdings sind auch nur etwa 30% der Lokale offen, und das Angebot im Restaurant ist begrenzt, aber sehr gut...

Die Stadt  ist in dieser Jahreszeit immer einen Besuch wert. Sie ist gut erhalten bzw. restauriert. Mit ihren engen und verwinkelten Gassen hat sie mich an den einen oder anderen Piratenfilm erinnert... 

 

Die Krka Wasserfälle waren unser nächstes Ziel. Hier, genau wie in Plitvice, wurden Ende der 60-ziger Jahre einige Winnetoufilme gedreht. Hotel- und Restaurantnamen erinnern noch daran. Auch ein altes Kanu wurde als eins von Winnetou angepriesen...

Auf dem riesigen Stellplatz vor dem Nationalpark konnten wir 2 Tage sehr ruhig und kostenlos stehen. Auch hier das Schöne: Kaum ein Besucher da...

Wir 4 machten in einem Boot für 26 Pers. eine 3 stündige unspektakuläre Bootsfahrt, an deren Ende wir 2 Wasserfälle sahen. Da Sabine und ich schon Anfang der achtziger Jahre mal hier waren, hatten wir eigentlich eine andere Erinnerung an die Wasserfälle. Auch eine Freundin von Udo&Sabine hatte daheim sehr davon geschwärmt. Also habe ich Google befragt: Zum Glück!!! Denn wir wären fast, ohne die "Krka Wasserfälle" gesehen zu haben, wieder aus dem Park heraus gegangen. Also noch mal 400 m Fußmarsch, und dann haben wir sie gesehen. Die Informationen bzw. Beschilderung ist übrigens auch sehr mäßig am Parkeingang.

Die Wassermühle wurde bis 1968 für die Herstellung von Filz genutzt. Heute wird der Prozeß der Filzherstellung nur noch von ein paar, in Trachten gekleideten Frauen, in Waschschüsseln gezeigt...

 

Nach den anstrengenden Sightseeing-Tagen haben wir uns dann erstmal eine 3-tägige Pause auf einem toll gelegenen Campingplatz bei Omis verordnet.


13.04. bis 25.04.2022

Von Süd-Kroatien bis Griechenland

ca. 900 km

Gefahrene Strecke mit Schlaf-Plätze

 

  • 25.04.2022

Weiter in Richtung Süden haben wir einen "wilden Stellplatz" angefahren, an dem sich Kitesurfer treffen. Da die Saison erst in ca. 2 Wochen beginnt, war jedoch kaum etwas los.

Ein Problem, welches sich im Nachhinein schon daheim angedeutet hatte:

Nach 2 Tagen "Stehen", schafften es die Starterbatterien nicht mehr den Motor zu starten. Aber mittels Laden von nur 10 min ging es wieder... Das war uns zu unsicher. Also mußte eine MERCEDES-Werkstatt her, die wir "auf dem Weg" in Mostar gefunden haben. Es war Karfreitag, an dem nur bis Mittag gearbeitet wurde, aber die Mannschaft hat sich sofort um uns gekümmert. Schnell war klar, dass beide Batterien defekt sind und getauscht werden müssen. Nach einer Stunde war alles erledigt, und wir konnten weiterfahren...

 

In Mostar wurden wir kurz vor erreichen unseres geplanten Stellplatzes (35€!!) von einem "Einweiser" auf seinen Hausparkplatz "eingeladen". Kaum eingeparkt, siehe Bild unten, gingen die Preisverhandlungen los. Er dachte wohl ich würde wegen der Platzverhältnisse seinen Parkplatz nicht mehr verlassen... Nach heftiger Preisverhandlung und unter einlegen des Rückwärtsganges hat er sich dann doch mit 20.-€ zufrieden gegeben.

Zu Fuß waren es 5 min bis ins Zentrum. Was im Krieg hier alles zerstört wurde, konnten wir nicht herausfinden. Die Altstadt ist klein, aber sehr schön, und das Wahrzeichen, Die Brücke von Mostar, wurde nach der Zerstörung im Bosnienkrieg, damals schnell wieder aufgebaut... Wir möchten allerdings nicht wissen, was im Sommer hier los ist. Gefühlt waren die Restaurantplätze am Abend so 10-15% besetzt, nicht vorstellbar wäre ein Besuch in der Hochsaison....

Von Mostar aus ging es ins Gebirge und über einen Mini-Grenzübergang nach Montenegro. Eine abenteuerliche Straße. Entlang der Piva, und einem ca. 20 km langen Stausee bis zum Tara-Canyon. 

Unser Stellplatz am Tara-Canyon, direkt bei der Brücke war schon spektakulär, was die Aussicht und den Schnaps betrifft, den wir alle 4 mit dem Besitzer trinken mußten. Die Schlucht gehört neben dem Grand Canyon in den USA, der Barranca del Cobre in Mexiko (die wir beide schon besucht haben) und einigen asiatischen Schluchten zu den tiefsten (max 1300 m) und längsten der Welt.

Was die Bilder nur bedingt rüberbringen: ca. 2 m hinter unserem BiMo fiel die Schlucht über 250 m in die Tiefe.

 

Unser nächstes Abenteuer war nicht ganz ungefährlich. Da wir von Serpentinen und schlechten Straßen die Nase voll hatten, sind wir unserer "Paula" gefolgt und auf die Autobahn in Richtung Küste gefahren. Was wir allerdings nicht wußten: Die Autobahn, von Chinesen gebaut, ist noch nicht freigegeben, sie wird erst am 1. Juni eröffnet. Komisch sind uns schon die vielen Baustellenfahrzeuge, Paletten mit Baumaterial in den Tunneln und die vielen Arbeiter vorgekommen. Aber nach zweimaligem nachfragen ob wir weiterfahren können, wurden wir nach ca. 30 km gestoppt und gebeten die Autobahn über einen provisorischen Weg zu verlassen... Vor uns im Tunnel war ein schwerer Unfall passiert!

 

Die Grenzformalitäten nach Albanien waren in wenigen Minuten erledigt und wir sind zum Skodra See auf einen Campingplatz gefahren. Das Wetter wurde etwas wärmer, aber nicht beständig. Da wir Albanien erst im letzen September bereist haben, sind wir relativ schnell in Richtung Griechenland, über Flore und Gjirokaster weitergefahren. Die Strecken im Süden Albaniens ist schön, aber auch anstrengend zu befahren. Die Einheimischen betrachten Verkehrszeichen nur als Vorschläge, d.h man muß jederzeit mit allem rechnen...



So schnell ändert sich die Welt...

  • 28.04.2022 - Für den Iran gibt es wieder ein Visum!!!! 

Was wir die ganze Zeit gehofft haben ist eingetreten: Wir können nun doch in den Iran reisen!

Also geht es Ende Mai von Athen aus für ein paar Tage nach Hause. Wir müssen für die Visa auf die iranische Botschaft, ein Carney de Passage vom ADAC für das BiMo besorgen und eine Langzeitreisekrankenversicherung abschließen...



Aber jetzt geht es erstmal nach Griechenland: Meteora-Klöster, Orakel von Delphi und dann in die Wärme an den Strand!