Durch Dänemark und Norwegen nach Finnland,

zurück über Schweden

 

 Reisetage:    ca. 100 Tage                 Reisestrecke:      ca. 9.000 km

 


 

Aktuelle Route und Standort: 

 

Rosa  -  Zurückgelegte Strecke  

SP       -  Schlafplätze

 

 

 

 

 

 

Wir mussten unsere ursprüngliche geplante Route schon vor und auch noch während der Reise mehrfach, auf Grund von kurzfristig veränderten CORONA-Einreisebestimmungen zwischen Norwegen Schweden und Finnland ändern.

 

 

 

 


CORONA hat uns zum wiederholten Mal gezwungen unsere Reisepläne zu ändern. Aus Nordfrankreich-Nordspanien-Portugal ist mal wieder Skandinavien geworden. Auch das war nicht so einfach, denn ursprünglich wollten wir über Schweden, an der Ostseeküste hoch nach Lappland tingeln und bis nach Kirkenes fahren. Von da aus sollte es durch Finnland, das Baltikum und Polenzurück nach Deutschland gehen.
Da Schweden von seinen Nachbarländern aber als Risikogebiet eingestuft wurde, war das so auch nicht mehr möglich...

Also haben wir wieder umgeplant, und sind in 4 Tagen nach Hanstholm in Dänemark gefahren. Haben das Fährticket am Montag im Internet gekauft und sind am Donnerstag nach Langesund in Südnorwegen übergesetzt. Seit Mittwoch wussten wir schon, daß Norwegen ab Samstag die Grenzen wieder schließt...

 

Wir tingeln nun durch Südnorwegen, über Alesund hoch bis nach Trondheim und weiter über die Lofoten nach Kirkenes. Von da kreuz und quer durch Finnland, wollen Helsinki besuchen und dann mit der Fähre von Turku nach Stockholm übersetzen.

Über Schweden, mit Besuch bei unseren Freunden, und Dänemark  zurück nach Deutschland. So liegt Schweden am Ende unserer Reise, und Norwegen und Finnland haben keine Einschränkungen im gegenseitigen Reiseverkehr. Noch nicht...

 

Wir warten bei Hirtshals auf die Fähre...


Südnorwegen: Langesund - Lindesnes - Preikestollen

(30.08. bis 7.09.2020)

 
Die Überfahrt verlief sehr ruhig. Die Fähre war nur zu 20% ausgelastet, und wir hatten herrliches Wetter. Kurz vor der Ankunft wurde uns angeboten, im Hafen einen kostenlosen CORONA-Test zu machen. Das haben wir natürlich genutzt. Die Ergebnisse sollen wir in 1-3 Tagen erhalten. Schauen mer mal...

Update:

Mittlerweile wissen wir, dass man nur eine Info erhält wenn man „positiv“ getestet wird. Wir haben nach 5 Tagen immer noch nichts erhalten, also alles ok!!!

 

Nein, wir waren nicht in Koppenhagen! Die kleine Meerjungfrau (ca. 15 cm hoch) haben wir unweit unseres SP in Norddänemark gefunden...

 

 

 

 

Davon gibt es auch ein Video.... geht aber nicht hochladen.

 

Nach der Ankunft in Langesund sind wir direkt auf einem kostenlosen Stellplatz im Hafen geblieben. Unsere nächste Station war Kragerö. Hier haben wir auch die "Wohnanlage im Fels" gesehen. Die Norweger sind da schon genial wenn es um "Platzbeschaffung im Fels" geht...

Die felsige Küste ist traumhaft schön. Bei Risör haben wir einige Gletschermühlen (Jettegrytene) gesehen. Kreisrund, 5m im Durchmesser und 6 m tief. Entstanden sind sie nach der Eiszeit, vor ca 10.000 Jahren, "ausgerieben" durch Wasser, Steine und Sand.

 

Einen Abstecher ins Landesinnere nach Evje haben wir wegen einem Mineralienpark gemacht. Es hat sich gelohnt. Die ausgestellten Exponate aus aller Welt waren wirklich sehenswert.

In der Gegend werden heute noch ca. 50 verschiedene Mineralien industriell gefördert.

 

 

Den südlichsten Punkt von Norwegen haben wir bei Lindesnes erreicht. Das Lindesnes Fyr ist Norwegens ältester und südlichster Leuchtturm auf dem Festland. Um 1650 wurde hier das erste Leuchtfeuer für die Seefahrer angezündet. Der heutige Turm ist aus 1915 und strahlt sein Licht über ca. 35 km aufs Meer hinaus.

Im Inneren des Turmes ist eine kleine Ausstellung und man kann bis kurz unter das Linsensystem hinaufsteigen...

Den riesigen aufgeschüteten Staudamm im mittleren Bild nutzen die Norweger als Energiespeicher. Es gibt sehr viele solche Anlagen in Südnorwegen. Überschüssiger Strom wird genutzt um Wasser in diese hochgelegene Speicher zu pumpen, um die Energie dann bei Bedarf über Turbinen wieder zu nutzen.

 

 

Das Wetter wird die nächsten Tage umschlagen. Die ersten kräftigen Herbstwinde kündigen das an der Küste schon an...

Entlang der Küste sind wir auf teilweise extrem schmalen Straßen zu unserem nächsten Ziel Preikestollen gefahren. Da wir in der Vergangenheit schon zweimal hochgewandert sind, haben wir uns ihn diesesmal von "gegenüber" angesehen.

Und waren die Straßen vorher schon eng, so ging es hier an einigen Stellen nur mit wenigen cm Abstand an der Felswand vorbei.

 

Der Wanderparkplatz liegt ca. in 350 m Höhe direkt gegenüber vom Preikestollen, den wir aber erst mit dem Fernglas suchen mussten, bevor wir fotografieren konnten...

Auch Elli hatte Ihren Spaß: Sie hat die Schafe immer wieder zum spielen animiert, aber ohne Erfolg.


Südnorwegen: Preikestollen - Alesund - Godoy

(7.09.  bis 14.09.2020)

 

Von Fossmark zurück, über die Hardangerbrücke, wurden wir im Tunnel von einem tollen Kreisel überrascht. Bedingt durch die starken Regenfälle sind jetzt überall große und kleine Wasserfälle zu sehen. Am späten Nachmittag erreichen wir in 1.000 m Höhe einen schönen SP unweit der Straße. Es ist jetzt schon empfindlich kalt geworden. Das Begrüßungskomitee hat am nächsten Morgen, bei 4°,  große Augen gemacht, als es uns gesehen hat...

 

Der Böyabreen, ein Ausläufer des Jostedalsbreen, hat uns wieder einmal die Erderwärmung vor Augen geführt. Sein Eis ist auch für uns, in den letzten 20 Jahren haben wir ihn mehrfach gesehen, spürbar weniger geworden.

Oben auf den Bergen ist der erste Schnee gefallen.

 

Auf dem Weg nach Alesund/Godoy darf natürlich ein Besuch im Outletcenter DEVOLD in Langevag nicht fehlen. Hier decken wir uns schon seit Jahren mit hochwertiger, warmer, nützlicher und manchmal überflüssiger "skandinavischen Kleidung" ein... Aktuell hatten wir Glück, es gab echte "Schnäppchen" im Tilbud Salg (Sommerschlußverkauf).

In Alesund sind wir auf Grund des Wetters nur eine Nacht auf dem Wohnmobilstellplatz am Hafen geblieben. Nachdem wir am nächsten Morgen zu Fuß und bei Sonne in die Stadt aufgebrochen waren, um traditionell unsere Portion "Fish&Ships auf der Treppe" zu genießen, wurden wir vom Regen überrascht. Auf den 300 m zurück zum Wohnmobil waren wir an den Beinen und Füßen nass bis auf die Knochen. Obenherum haben uns unsere neuen HH-Jacken trocken und warm gehalten...

Auf Godoy, für uns einer der schönsten Plätze in Europa, haben wir unsere Freunde Jan, Ewan und Elsa besucht. Sie wußten schon, daß wir tags zuvor angekommen waren. Ist halt eine kleine Insel... Nach dem Austausch einiger Geschenke (Heilbuttfilett, Hochprozentiges) hatten wir mit Evan einen schönen Nachmittag bei uns im BiMo. Nach 2 Tagen und einem kurzen Besuch auf dem Friedhof bei Ole-Jacob und Jon, sind wir weiter in Richtung Norden unterwegs...

 

 

 

 

Für Euch zur Orientierung haben wir hier die gefahrenen Route und unsere angefahrenen Schlafplätze (SP) mal dokumentiert.

 

 

"Von Langesund bis Godoy/Alesund"


Mittel-Norwegen: Alesund/Godoy - Polarkreis

(15. bis 26. September)

 

Unsere nächste Station war Camping Blaham. Hier waren wir schon 2016, nachdem Henrik&Bianca uns den Tip gegeben hatten. Wir waren die einzigen Gäste... Einen Fußmarsch nach Bud und 2 Tage Pause, dann ging es weiter auf dem Atlanterhavsvegen. Ein weltbekanntes Teilstück der Reichsstraße 64 und liegt in Møre og Romsdal zwischen Molde und Kristiansund.

Ab Kristiansund ging es, direkt auf der 680 an der Küste entlang, bis wir bei Kyrkesteröra wieder auf die E6 fuhren und in Flak (Trondheim) mit der Fähre auf die 715 übersetzten, um über Leksvik und Steinkjer nach Selnes (Namsos) zu fahren.

 

Eine kurze Regenpause, unser SP war ein alter kleiner Hafen, habe ich zum Angeln genutzt. Leider erfolglos...

 

Kurz vor dem Campingplatz in Selnes hat Sabine im letzten Moment noch 2 Elche auf einer Wiese  "erwischt". Der Bulle, ein paar km weiter, war zu schnell im Wald verschwunden. Wir blieben hier 3 Tage bei Michael auf dem Campingplatz, den wir letztes Jahr schon mit Harald besucht hatten. Es gab eine Sturmwarnung und so war Fischen diesmal nicht möglich: Wir hatten dann auch 2 Tage Sturm, der so stark angekündigt war, dass Michael sogar seine 10 Angelboote schon 3 Wochen früher als geplant aus dem Wasser nahm.

Die Flüsse und Binnenseen sind randvoll mit Wasser, und aus den Bergen sehen wir überall größere und kleinere Wasserfälle strömen. Was natürlich den letzten 2 Regenwochen geschuldet ist...

 

Auch den einen oder anderen Elch sehen wir am Straßenrand.

Meistens hört es gegen Abend, wenn wir einen SP gefunden haben, auf zu regnen. Dann muß Elli raus und tobt sich aus...

 

Die SP-Suche am Nachmittag ist hier oben relativ einfach. Man kann hier alle 20-30 km einen tollen Platz finden. So schaffen wir es auch manchmal nur so 40-50 km an einem Tag zu fahren, und bleiben dann schon wieder für eine Nacht stehen...

Das "Gesicht" im rechten Bild hat Sabine entdeckt. Es hat uns sofort an an einen "Berg in Schottland" (liegender Mann mit Speer in der Brust) erinnert, von dem wir aber im Moment den Namen nicht mehr wissen. Vieleicht kennt ihn jemand und schreibt uns mal...

 

 

Ab Sandnessjön fahren wir ins Landesinnere und nähern uns dem Polarkreis. Als wir gegen Abend eintreffen, sind wir, wie bei unserem letzten Besuch im Januar 2018,  die einzigen "Besucher" und es schneit...

Dafür empfängt uns am nächsten Morgen schönster Sonnenschein.

 

Es ist unglaublich schön hier. Der Übergang vom Sommer zum Winter dauert hier oben nur 4 Wochen, und so ist die Färbung der Wälder teilweise noch grün aber auch gleichzeitig schon gelb und rotbraun.

Trotz Sonne ist es richtig kalt, aber wir halten immer wieder kurz an, steigen aus und "betrachten die Landschaft". "Verkehr" gibt es fast keinen mehr....

 

 

Für Euch zur Orientierung haben wir hier die gefahrenen Route und unsere angefahrenen Schlafplätze (SP) dokumentiert.

 

„Von Godoy/Alesund zum Polarkreis“


Nord-Norwegen: Polarkreis bis Tromsö

27.09. bis 2.10.2020

 

Vom Polarkkreis sind wir kurz vor Rognan, hier verlassen wir die E6,  auf die komplett erneuerte Nebenstraße 812 abgebogen, und folgen ihr bis Bodö.

 

Am berühmten Saltstraumen, dem größten Mahlstrom der Welt, machen wir natürlich Halt. Wir können aber nichts wiedererkennen, unser letzter Besuch ist auch schon 28 Jahre her... Ein kurzer erfolgloser Angelversuch (die Strömung ist fast schon weg und es dauert 3h bis es wieder losgeht), der Parkplatz gefällt uns auch nicht und am Campingplatz ist niemand da. Also fahren wir auf einen SP in der Pampa.

 

Am Abend kommt noch ein nettes Pärchen aus Deutschland zum SP. Wir wollen am nächsten Tag gemeinsam nach Bodö reinfahren.

 

Später am Abend kommt dann der ganz große Knüller: "Nordlichter total"!

Foto raus, Stativ aufstellen und das tags zuvor angelesene KnowHow "Wie fotografiere ich Nordlichter" angewendet. Johannes hat schon mal eine Nordlichtsafari mitgemacht, und gibt mir noch ein paar Tips. Das Resulat ist sicher noch verbesserungswürdig, aber für uns unvergesslich.

 

Nach diesem Erlebnis haben wir tags darauf gemeinsam Bodö besucht. Nach dem Abschied sind wir am  Nachmittag nochmal zum Saltstraumen gefahren um zu angeln. Diesmal war ich erfolgreicher: 2 schöne Seelachse wanderten in die Pfanne und ins Gefrierfach...

Zum Schlafen sind wir anschließend wieder in die Pampa gefahren. Welch eine Überraschung: Unsere Bekannten waren auch schon da. Am späten Abend haben wir keine Nordlichter mehr gesehen, aber laut App sollen sie um 3 Uhr aufgetaucht sein..

Da das Wetter für die nächsten 10 Tage wieder schlechter vorhergesagt wurde, sind wir nicht mit der Fähre von Bodö auf die Lofoten gefahren, sondern auf dem Landweg nach Tromsö.

In Fauske haben wir auf dem uns bekannten SP, mitten in der Stadt mit Blick aufs Meer, genächtigt. Im Gegensatz zu 2018 (-28 Grad und Sturm mit 100km/h) hatten wir diesmal um ca. 38 Grad höhere Temperaturen und kein Wind.

Köstliches Brot und Zimtschnecken gab es am Morgen in 200 m beim Bäcker.

 

Bei herrlichem Wetter, trotz anderen Vorhersagen von unserer Wetter-App´s, sind wir Richtung Narvik gestartet.

Am SP "unter der Brücke" hatte ich morgens vor dem Frühstück schon Anglerglück.

 

Von Narvik nach Tromsö sind wir relativ flott auf der E6 vorangekommen. Wir hatten die letzten Wochen ja auch "sehr viel Küste und Meer" gesehen, da war das Landesinnere mal wieder etwas ganz anderes...

In Tromsö waren wir 3 Tage auf dem Stadtcampingplatz. Es waren nur ein paar Dauercamper da und ansonsten die Hütten kaum belegt. Von hier sind wir zu Fuß zur "Bergbahn" und den nächsten Tag über die riesige Brücke in die Stadt gelaufen. Auf dem Berg haben wir von 12.30 bis 14.30 auf Sonne gewartet, aber sie kam nicht... Erst als wir unten aus der Gondel gestiegen sind, kam die Sonne. Aber richtig!

Der Spaziergang in 60 m Höhe über die 1,5 km lange Brücke war schon was besonderes. Die Stadt selbst macht einen gemütlichen Eindruck, außer uns waren auch keine Touristen zu sehen. Wir konnten sogar in der Sonne einen Capucino mit einem Stückchen (16€) geniesen...

Die "Eiskathetrale" scheint durchsichtig, wenn man genau an der richtigen Position steht. Von der Seite denkt man ein geschlossenes Dach vor sich zu haben.

 

 

Für Euch zur Orientierung haben wir hier die gefahrenen Route und unsere angefahrenen Schlafplätze (SP) dokumentiert.

 

„Vom Polarkreis nach Tromsö“


Nord-Norwegen: Tromsö bis Kirkenes

(3.10.2010 bis 8.10.2020)

 

Entlang der Küste und dann ins Landesinnere war bei gutem Wetter und vielen tollen "Aussichten" eine kurzweilige Fahrt.

 

SP sind hier in Nord-Norwegen überall leicht zu finden. Selbst 20 m abseits der Straße schläft man auch an der E6 sehr ruhig, da es ab 22 Uhr fast keinen Verkehr mehr gibt.

In Alta haben wir die letzten beiden sonnigen Tagen an der Küste verbracht. Dann ging es ins Landesinnere in Richtung Kirkenes...

 

Fast einen ganzen Tag sind wir an der Tarna, Grenzfluß zwischen Norwegen und Finnland, entlang gefahren.

 

Von Kirkenes waren wir etwas enttäuscht... In dieser Zeit und in Verbindung mit Corona ist hier rein garnichts los. Von einer netten Dame im Zollbereich der Hurtigruten, wir haben am Anlegeplatz der Hurtigrutenschiffe geschlafen, haben wir erfahren, dass im Moment von 11 Schiffen nur 2 verkehren. Im Oktober sollen es wieder 3-4 werden.

Auf dem "Stadtplatz waren wir die einzigen Menschen.... Es gab eine Anzahl interessanter Bilder vom Leben in Kirkenes um 1870 zu sehen. Sie stammen von einer zu dieser Zeit sehr bekannten Fotografin, die damals schon ihr Leben in Bildern dokumentiert hat.

 

Beim Einkaufen haben wir wieder einmal eine "Rakete" getroffen, und uns fast eine Stunde vor dem Supermarkt an unserem Auto mit ihm unterhalten. Der Mann, ca. 60 Jahre alt, ist uns auf den Parkplatz nachgefahren und hat uns sehr spannend seine Lebensgeschichte erzählt: Nach 2 Jahren in der Fremdenlegion ist er zur Bundeswehr gegangen, und hat im Rahmen eines Soldatenaustausches in Russland die Sprache gelernt. Später hat er für die russische Armee Soldaten im Häuserkampf ausgebildet und ist danach als Sprengstoffexperte nach Kirkenes gekommen. Im Erzbergbau, Straßen- und Tunnelbau hat er seinen Lebensunterhalt an vielen Orten der Welt verdient. Seit 13 Jahren lebt er jetzt fix in Kirkenes und arbeitet als Guide für das Schneehotel...

 

 

 

Für Euch zur Orientierung haben wir hier die gefahrenen Route und unsere angefahrenen Schlafplätze (SP) dokumentiert.

 

„Von Tromsö nach Kirkenes“


Nord-Norwegen / Finnland: Kirkenes - Lappland

9.10. bis 21.10.2020

 

Etwas angespannt sind wir zum Grenzübergang ca. 20 km südlich von Kirkenes gefahren. Man hatte uns in Kirkenes erzählt, dass der Grenzübergang nur LKW´s abfertigen würde. Aber unsere Sorgen waren völlig grundlos. Wir wurden freundlich begrüßt, gefragt wo wir herkämen und nach kurzer Aufklärung/Belehrung zu Corona hat man uns einen schönen Aufenthalt in Finnland gewünscht.

 

Auch in Finnland wird Wintersport mit "Schneekanonen" betrieben. In Levi, anscheinend ein großer Wintersportort, wird bei 9 Grad und Regen Wintersport getrieben...

 

Aber wir haben auch das "richtige Lappland" erlerbt.

In Lappland haben wir bei Rovaniemi den Weihnachtsmann besuchen wollen. Es war Sonntag, aber nur ca. 100 Besucher auf dem ganzen Gelände unterwegs. Besuche bei seinen Rentieren und den Huskys kostet jeweils 8€/Person... Es gibt in den unzähligen Verkaufshallen sehr viel hochwertige und tolle Sachen zu kaufen, kaum Kitsch... Auch wir sind fündig geworden. Da es den Weihnachtsmann nur gegen Bild und Gebühr zu sehen gab, sind wir ohne einen Termin bei ihm abgereist. Aber den Polarkreis haben wir wieder einmal überquert...

 

Auf dem modernen und relativ neuen Stellplatz vor dem "Weihnachtsmann-Markt" konnte ich eine 2-Mann-Sauna benutzen, wir haben alle Tanks geleert und Frischwasser gebunkert.

Die Sprunganlage haben wir kurz hinter Rovaniemi gesehen. In unmittelbarer Nähe waren riesige Schneemengen unter weißen Planen gelagert, wahrscheinlich zur Absicherung der ersten Wettkämpfe in den nächsten Wochen...

Wir haben mal wieder unsere Route "angepasst". Diesmal aber nicht auf Grund von Corona, sondern weil wir genug "Wald" und "Wald mit Rentieren" und "Wald mit Seen" gesehen hatten.

 

Am Kukkolaforsen (ein Grenzfluß zwischen Finnland und Schweden), besuchten wir ein altes Dorf mit gut erhaltenen Mühlen. Hier wurde früher in großem Stiel  mit Wasserkraft Holz geschnitten und Getreide gemahlen. Auch der Lachsfang in den Stromschnellen war ein wichtiger Wirtschaftszweig. Ein "alter Fischer" machte sich an ca. 25 torpedoförmigen "Körpern" , ein innen hohler, ca. 100 cm langer und 30 cm dickem Holzkörper, am Flußufer zu schaffen. Er reinigte sie und befestigte sie wieder an Gestellen in den Stromschnellen. Da ich nicht mit ihm sprechen konnte, kann ich nur mutmaßen:

Die torpedoförmigen Holzkörper stehen mit der Spitze gegen die Strömung im Wasser, und dahinter im Todwasserbereich  ruhen sich die Lachse auf ihrer Wanderung flußaufwärts zu den Brutplätzen, aus. Da können sie dann mit langen Käschern leicht gefangen werden...

 

An der Küste angekommen machen wir uns auf den Weg nach Lulea. Hier waren wir schon im Februar 2018, und haben den komplett zugefrohrenen Bottnischen Meerbusen gesehen...

 

Auf dem SP mitten in der Stadt, direkt am Meer und mit tollen Sanitäranlagen, Waschmaschine und Sauna, sind wir 3 Tage geblieben. Von 18 Uhr abends bis 9 Uhr morgens war es so still wie an einem See in der Pampa.

Den Preis mußte ich allerdings länger verhandeln, da es außerhalb der Haupsaison, "nur im Winter, wenn Schnee und Eis da sind", den reduzierten Preis gibt... Ich habe den reduzierten Preis von 150 SK schlußendlich doch bekommen. Ein schwedischer Nachbar hat mir am nächsten Tag in der Sauna erzählt, er habe die vollen 250 SK bezahlt...

Für die neuen Wohnanlagen mit unzähligen Bootsstegen (Lulea ist die Stadt mit der  höchsten Bootsdichte/Einwohner in Schweden)  musste der alte Hafen weichen. Wir waren zu Fuß in 5 min im Stadtzentrum und konnten auf der anderen Seite zu den hier stationierten Eisbrechern laufen.

 

 

Diese Eisbrecher wurden 1975 in Dienst gestellt. Sie werden in den nächsten 3 Jahren, durch gemeinsam mit Finnland kommplett neu entwickelte Schiffe, ersetzt.

Sie halten die Schiffsrouten von Dezember bis Mai, denn da friert die nördliche Ostsee und der Bottnische Meerbusen komplett zu, für die zivile Schiffahrt offen.

 

 

Nach "3 Tagen in der Stadt" hatten wir davon die Nase wieder voll.... Wir sind wieder ins Landesinnere nach Vilhelmina gefahren. Hier kam dann auch der Winter nach Lappland.

Die Temperaturen fallen von -3 Grad tagsüber auf -9 Grad in der Nacht.

 

  


Für Euch zur Orientierung haben wir hier die gefahrenen Route und unsere angefahrenen Schlafplätze (SP) dokumentiert.

 

„Von Kirkenes durch Lappland über Rovaniemi und Lulea nach

Mittelschweden“


Mittelschweden: Storuman bis Ystad

 (21.10. bis 13.11.2020)

 

Auf dem Weg nach Örnskölsvik haben wir 20 km abseits der Teerstraße den Campingplatz Rötsand gefunden. Wir kommen bei herrlichem Sonnenschein dort an, aber es ist für die nächsten Tage Schnee angekündigt... Elli genießt den Schnee: Sie tobt darin rum, auch wenn es richtig stürmt und schneit.

Der Weg zur Dusche führt nur durch den heftigen Schneefall...

 

Zwei herrliche Sonnentage veranlassten uns insgesamt 4 Tage auf dem Campingplatz zu bleiben. Wir haben ja Zeit...


Und wenn das Wetter so klar ist, kann man auch häufig die Nordlichter sehen. Meine App hat sie nicht gemeldet, aber Elli wollte um 22.15 Uhr nochmal pieseln, also musste ich mit Ihr raus. So sind dann die folgenden Aufnahmen entstanden...

Ich habe es immer noch nicht ganz raus, wie man bei fast völliger Dunkelheit „Scharfstellen“ kann. Da muss ich mal einen Fachmann zu Rate ziehen...

 

Am Morgen in der Früh dann dieser Blick aus dem „Schlafzimmerfenster“. Sonnenaufgang gegen 7 Uhr! Zwischen den beiden Bildern liegen gerade mal ca. 90 sec. Anziehen und rausgehen war da nicht möglich Nach 2-3 Minuten war das Leuchten schon wieder weg.

Weiter geht es jetzt über Örnskölsvik, hier ist ein Besuch im „Fjäll-Raven Outlett“ natürlich Pflicht, und anschließend wieder ins Landesinnere nach Sveg. Hier soll das Wetter für die nächsten Tage sehr passabel sein. Am Wochenende ( 31. Oktober...) wollen wir dann unsere alten Freunde Kurt&Berit in Storvik besuchen.


 Der Skandinavier wandert/läuft bei jedem Wetter. Meist geht es danach in die Sauna und danach gibt es ein tolles Abendessen... Das haben wir bei Kurt&Berit mit Kristina und Familie auch sehr genossen.

 

 

 

5. November

Heute vor 60 Jahren wurde Sabine geboren!

Wir haben das „coronagerecht“ im ganz kleinen Kreis gefeiert...

In Arbeit!!!

???

Die Riesenauswahl an „losen“ Süßigkeiten findet man in jedem Supermarkt. Es gibt in größeren Fußgängerzonen sogar riesige Geschäfte, die nur „lose“ Süßigkeiten verkaufen.

Die Fahrradgarage stand auf einem Parkplatz außerhalb der Stadt. Von hier können die Leute dann mit dem Fahrrad in die Innenstadt zur Arbeit fahren... Eine gute Idee!

 


Auf dem Weg von Ystad nach Trelleborg haben wir dann noch 2 „ruhige“ Tage an einsamen Strandstellplätzen verbracht, bevor es am Freitag um 6 Uhr früh zum Fährhafen ging.



Wir haben, trotz CORONA, wieder knapp 3 herrliche unfall- und pannenfreie Monate in Skandinavien verbracht. In Südnorwegen haben wir noch die letzten Sommertage genossen, auf der Höhe von Bergen begann der kurze Herbst und ab der ersten Oktoberwoche gab es in Lappland dann Eis und Schnee. Ungeplant haben wir herrliche Nordlichter gesehen.

Nach dem Besuch bei unseren Freunden Kurt&Berit hat es das Wetter dann nicht mehr so gut mit uns gemeint. Es wurde kalt, regnerisch und die frühe Dämmerung (so um 15.30) tat ihr Übriges dazu, dass wir uns 2 Wochen früher auf den Weg in Richtung Heimat gemachten haben. Und da freuen wir uns wieder riesig auf unsere Kinder, Enkelkinder und Freunde.

  • Oft wurde uns während der Reise die Frage gestellt, wie ergeht es euch mit Corona, macht da reisen überhaupt Spaß?

Ja, es war total entspannt. Die Skandinavier sind sehr diszipliniert, zumindest da wo wir waren. In den Großstädten soll es anders aussehen. In den Geschäften desinfiziert man sich die Hände beim Betreten, im währenden und beim Verlassen. Masken sind die große Ausnahme, wenn, dann meist bei älteren Menschen.

Wir müssen aber auch sagen, dass wir bewusst keine Besichtigungen sowie Museumsbesuche usw. gemacht und Menschenansammlungen gemieden haben. Auf der Fähre waren nur 10-20% der sonst üblichen Passagiere, und ein paar LKW-Fahrer. Campingplätze haben wir nur selten besucht, und wenn dann waren wir dort meist alleine ...

 

Nach der nun für uns erforderlichen Quarantäne von 10 Tagen, die mit einem negativen Coronatest nach 5 Tagen etwas verkürzt werden kann, werden wir Anfang des Jahres wieder mit neuen Reiseplanungen beginnen!

 

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