Durch Dänemark und Norwegen nach Finnland,

zurück über Schweden


 Reisetage:    ca. 100 Tage                 Reisestrecke:      ca. 9.000 km 


——————————————————————————————————————————————

Rosa  -  Zurückgelegte Strecke

Blau   -  Geplante Strecke

Rot     -  „Corona“ Alternativstrecke


CORONA hat uns zum wiederholten Mal gezwungen unsere Reisepläne zu ändern. Aus Nordfrankreich-Nordspanien-Portugal ist mal wieder Skandinavien geworden. Auch das war nicht so einfach, denn ursprünglich wollten wir über Schweden, an der Ostseeküste hoch nach Lappland tingeln und bis nach Kirkenes fahren. Von da aus sollte es durch Finnland, das Baltikum und Polenzurück nach Deutschland gehen.
Da Schweden von seinen Nachbarländern aber als Risikogebiet eingestuft wurde, war das so auch nicht mehr möglich...

Also haben wir wieder umgeplant, und sind in 4 Tagen nach Hanstholm in Dänemark gefahren. Haben das Fährticket am Montag im Internet gekauft und sind am Donnerstag nach Langesund in Südnorwegen übergesetzt. Seit Mittwoch wussten wir schon, daß Norwegen ab Samstag die Grenzen wieder schließt...

 

Wir tingeln nun durch Südnorwegen, über Alesund hoch bis nach Trondheim und weiter über die Lofoten nach Kirkenes. Von da kreuz und quer durch Finnland, wollen Helsinki besuchen und dann mit der Fähre von Turku nach Stockholm übersetzen.

Über Schweden, mit Besuch bei unseren Freunden, und Dänemark  zurück nach Deutschland. So liegt Schweden am Ende unserer Reise, und Norwegen und Finnland haben keine Einschränkungen im gegenseitigen Reiseverkehr. Noch nicht...

 

Wir warten bei Hirtshals auf die Fähre...


Südnorwegen: Langesund - Lindesnes - Preikestollen

(30.08. bis 7.09.2020)

 
Die Überfahrt verlief sehr ruhig. Die Fähre war nur zu 20% ausgelastet, und wir hatten herrliches Wetter. Kurz vor der Ankunft wurde uns angeboten, im Hafen einen kostenlosen CORONA-Test zu machen. Das haben wir natürlich genutzt. Die Ergebnisse sollen wir in 1-3 Tagen erhalten. Schauen mer mal...

Update:

Mittlerweile wissen wir, dass man nur eine Info erhält wenn man „positiv“ getestet wird. Wir haben nach 5 Tagen immer noch nichts erhalten, also alles ok!!!

 

Nein, wir waren nicht in Koppenhagen! Die kleine Meerjungfrau (ca. 15 cm hoch) haben wir unweit unseres SP in Norddänemark gefunden...

 

 

 

 

Davon gibt es auch ein Video.... geht aber nicht hochladen.

 

Nach der Ankunft in Langesund sind wir direkt auf einem kostenlosen Stellplatz im Hafen geblieben. Unsere nächste Station war Kragerö. Hier haben wir auch die "Wohnanlage im Fels" gesehen. Die Norweger sind da schon genial wenn es um "Platzbeschaffung im Fels" geht...

Die felsige Küste ist traumhaft schön. Bei Risör haben wir einige Gletschermühlen (Jettegrytene) gesehen. Kreisrund, 5m im Durchmesser und 6 m tief. Entstanden sind sie nach der Eiszeit, vor ca 10.000 Jahren, "ausgerieben" durch Wasser, Steine und Sand.

 

Einen Abstecher ins Landesinnere nach Evje haben wir wegen einem Mineralienpark gemacht. Es hat sich gelohnt. Die ausgestellten Exponate aus aller Welt waren wirklich sehenswert.

In der Gegend werden heute noch ca. 50 verschiedene Mineralien industriell gefördert.

 

 

Den südlichsten Punkt von Norwegen haben wir bei Lindesnes erreicht. Das Lindesnes Fyr ist Norwegens ältester und südlichster Leuchtturm auf dem Festland. Um 1650 wurde hier das erste Leuchtfeuer für die Seefahrer angezündet. Der heutige Turm ist aus 1915 und strahlt sein Licht über ca. 35 km aufs Meer hinaus.

Im Inneren des Turmes ist eine kleine Ausstellung und man kann bis kurz unter das Linsensystem hinaufsteigen...

Den riesigen aufgeschüteten Staudamm im mittleren Bild nutzen die Norweger als Energiespeicher. Es gibt sehr viele solche Anlagen in Südnorwegen. Überschüssiger Strom wird genutzt um Wasser in diese hochgelegene Speicher zu pumpen, um die Energie dann bei Bedarf über Turbinen wieder zu nutzen.

 

 

Das Wetter wird die nächsten Tage umschlagen. Die ersten kräftigen Herbstwinde kündigen das an der Küste schon an...

Entlang der Küste sind wir auf teilweise extrem schmalen Straßen zu unserem nächsten Ziel Preikestollen gefahren. Da wir in der Vergangenheit schon zweimal hochgewandert sind, haben wir uns ihn diesesmal von "gegenüber" angesehen.

Und waren die Straßen vorher schon eng, so ging es hier an einigen Stellen nur mit wenigen cm Abstand an der Felswand vorbei.

 

Der Wanderparkplatz liegt ca. in 350 m Höhe direkt gegenüber vom Preikestollen, den wir aber erst mit dem Fernglas suchen mussten, bevor wir fotografieren konnten...

Auch Elli hatte Ihren Spaß: Sie hat die Schafe immer wieder zum spielen animiert, aber ohne Erfolg.


Südnorwegen: Preikestollen - Alesund - Godoy

7. Sept bis 14. Sept. 2020

 

Von Fossmark zurück, über die Hardangerbrücke, wurden wir im Tunnel von einem tollen Kreisel überrascht. Bedingt durch die starken Regenfälle sind jetzt überall große und kleine Wasserfälle zu sehen. Am späten Nachmittag erreichen wir in 1.000 m Höhe einen schönen SP unweit der Straße. Es ist jetzt schon empfindlich kalt geworden. Das Begrüßungskomitee hat am nächsten Morgen, bei 4°,  große Augen gemacht, als es uns gesehen hat...

 

Der Böyabreen, ein Ausläufer des Jostedalsbreen, hat uns wieder einmal die Erderwärmung vor Augen geführt. Sein Eis ist auch für uns, in den letzten 20 Jahren haben wir ihn mehrfach gesehen, spürbar weniger geworden.

Oben auf den Bergen ist der erste Schnee gefallen.

 

Auf dem Weg nach Alesund/Godoy darf natürlich ein Besuch im Outletcenter DEVOLD in Langevag nicht fehlen. Hier decken wir uns schon seit Jahren mit hochwertiger, warmer, nützlicher und manchmal überflüssiger "skandinavischen Kleidung" ein... Aktuell hatten wir Glück, es gab echte "Schnäppchen" im Tilbud Salg (Sommerschlußverkauf).

In Alesund sind wir auf Grund des Wetters nur eine Nacht auf dem Wohnmobilstellplatz am Hafen geblieben. Nachdem wir am nächsten Morgen zu Fuß und bei Sonne in die Stadt aufgebrochen waren, um traditionell unsere Portion "Fish&Ships auf der Treppe" zu genießen, wurden wir vom Regen überrascht. Auf den 300 m zurück zum Wohnmobil waren wir an den Beinen und Füßen nass bis auf die Knochen. Obenherum haben uns unsere neuen HH-Jacken trocken und warm gehalten...

Auf Godoy, für uns einer der schönsten Plätze in Europa, haben wir unsere Freunde Jan, Ewan und Elsa besucht. Sie wußten schon, daß wir tags zuvor angekommen waren. Ist halt eine kleine Insel... Nach dem Austausch einiger Geschenke (Heilbuttfilett, Hochprozentiges) hatten wir mit Evan einen schönen Nachmittag bei uns im BiMo. Nach 2 Tagen und einem kurzen Besuch auf dem Friedhof bei Ole-Jacob und Jon, sind wir weiter in Richtung Norden unterwegs...

Bis zum nächsten Update.... in ca. 2 Wochen.