Seit Dienstag 1. Mai 2018, um 04.30 sind wir unterwegs!

 

Reisetage:                 230 Tage                                Gesamtstrecke:      38.298 km

 

Ü - Campingplatz          35 Nächte

      Ü - "Irgendwo"                195 Nächte 


5. Etappe:

Las Vegas - Baja California - Mexiko....  (4. Nov. bis .....)


Durch anklicken der Karte kannst Du die ungefähre Reiseroute vergrößern....


Die Einreise nach Mexiko, bei Tecate, verlief völlig problemlos. Für Elli hat sich dort niemand interessiert. Nur ein neugieriger Polizist wollte "mal ins BiMo reinschauen"... Danach hat er mich auf dem ganzen Einreiseprocedere persönlich begleitet und dem Zollmenschen "Feuer unter den Ar... gemacht"... sonst hätte es garantiert sehr viel länger gedauert.

 

Der Grenzübertritt von den USA in den Norden Mexikos, der Baja California, war irgendwie ein gewaltiger "Schock"! Dass es an der Grenze entlang eine Stahlwand gibt, war mir so nicht bewußt...

Auf der mexikanischen Seite war überall wahnsinnig viel Müll, keine befestigten Staßen in den Ortschaften, uralte Fahrzeuge und caotischer Verkehr...

Es ist eine total andere Welt!

 

In den Ortschaften wird direkt an der Straße "verkauft". Kleidung, Werkzeug, Obst, es gibt da alles...

 

5. November

Ein weiterer großer Tag auf unserer Reise!!!

Nicht nur dass Sabine und Carolin gemeinsam Geburtstag haben, heute hat auch unser zweites Enkelchen Jonna, von Sören&Carolin, das Licht der Welt erblickt.

Gemeinsam mit Sepp habe ich bis spät in die Nacht bei gutem Essen "sie gewartet", sind aber dann doch 45 min zu früh ins Bett gegangen... Ich habe die Nachricht so gegen 3 Uhr über Whatsapp erhalten.

 

Sepp, unser schweizer Freund hat seit einer Woche in Ensenade am Pazifik auf mich gewartet. Mit ihm werde ich die Baja California erkunden.

Nachdem wir in der Stadt nochmal richtig unsere Lebensmittelvorräte aufgefüllt haben, sind wir kurz hinter Ensenada schon auf unbefestigte Pisten in Richtung Küste abgebogen.

Die Landschaft war ein Traum...

Plötzlich ein Riesenlärem, Staubfahnen am Horizont und es tauchen 2 Rallyefahrzeugedirekt neben unserem Parkplatz aus. Wie wir dann erfuhren, findet am 17. und 18. August im Norden der Baja eine internationale Rallye statt.

Die Pisten sind teilweise so schlecht, dass wir vor dem Befahren erstmal schauen müssen, wo wir überhaupt her fahren können. Unser Schlafplatz.direkt am Strand hat natürlich zum Schwimmen eingeladen. Sogar Elli ist geschwommen...

Unterwegs hat uns eine Schranke auf öffentlicher Straße gestoppt. Der "Wächter" dort erklärte uns, dass hier nur in der Walsaison, von Januar bis April, das Befahren bis zum Strand erlaubt sei. Es wird hier Speisesalz industriell gewonnen. Er zeigte und erklärte uns einiges, natürlich nur auf Spanisch. Nachdem ich ihm ein kaltes Bier geholt hatte, schenkte er mir großen Salzkristall. Mit dem Salz-Kreuz, er hängt ein Holzkreuz 1-2 Wochen ins Wasser, verdient er sich ein paar Pesos nebenher...

 

In Bahia Santa Maria haben wir Uwe&Tanja wieder getroffen. Sie haben uns kurzerhand mit zum ihrem Campground genommen, von dem aus wir am nächsten Tag alle zusammen zum Angeln rausgefahren sind.

Am Abend zuvor haben wir unser Angelgeschirr gerichtet, wobei Sepp sehr erstaunt über meine "schwere Ausrüstung" war. Am nächsten Tag wußte er warum...

Wir sollten morgens um 7 abgeholt werden, aber der Fahrer kam erst kurz vor 8, mexikanisch halt... und hat uns mit seinem Pickup zu einem Boot am Strand gebracht. Wir mußten alle, inclusive Kapitän, Schwimmwesten anlegen, die wir aber nach dem erreichen des offenen Wassers wieder ablegen konnten. Das Boot war sehr alt, aber wir gingen davon aus, dass der Kapitän ja auch wieder heil nach hause wollte...

 

Unsere Ausbeute in 4,5 Stunden war nicht schlecht. Ich hatte die meisten Fische gefangen, Sepp aber den größten: einen schönen Bonita, den wir dann am Abend sofort verspeist haben.

 

Dicht an der Küste liegen einige kleine Campingplätze, die aber nur mit 4x4 erreichbar sind. Vor 4-6 Wochen hatte es hier sehr heftig geregnet, die Straßen sind tief ausgewaschen, Brücken oft unpassierbar. Aber jetz ist alles trocken und man kann durch das Flußbett fahren...

 

 

Wasser kann man fast in jedem größeren Dorf, entsprechend aufbereitet, kaufen. Für 150 Liter Trinkwasser zahle ich ca. 6 €.

Zum kochen und trinken kaufen wir unser Wasser aber immer in Supermärkten. 5 Liter kosten  da 25 Cent...

 

Die Fahrerei auf Pisten ist stellenweise sehr anstrengend. Die Strecken sind oft nicht im Navi erfaßt, oder weichen 1-2 km davon ab. Wir orientieren uns dann meist nur an den Reifenspuren. Wenn eine Strecke mal nicht mehr passierbar ist, suchen sich die Anwohner einfach eine neue aus...

Ist man dann 100 km in 5,5 Stunden gefahren, ist man froh wenn man einen schönen Stellplatz gefunden und ein kaltes Bier geöffnet wird.

Auf einem "Campingplatz" haben wir bei einem Fischer 6 Lobster für 7€, und einen Bonita für eine Büchse Cola,  frisch vom Boot gekauft... So schlagen wir uns durch!

 

Im südlichen Teil der Baja California ist es deutlich grüner und abwechslungsreicher. Oasen mit großen Wasserstellen wechseln sich mit dichtem Kakteenbewuchs mit grünen "Bodenhecken" ab. Man sieht sogar Gemüseanbau und ab und zu Weidevieh. Auch die Dörfer und Städchen machen einen ordentlicheren und deutlich sauberern Eindruck auf uns.

Auch die Straßen sind gepflegter, es wird Abfall eingesammelt und man sieht den einen oder anderen Mülleimer stehen.

 

Wir finden es aber abseits der MEX1 viel interesanter...

An den einsamen Stränden ist es natürlich super! Das Wasser ist glasklar und ca. 25/26° warm. Manchmal sehen wir ein paar Surfer, oder unterhalten uns mit Fischern, die ihre Boote direkt am Strand liegen haben und deren Häuser aber 2-3 km im Landesinneren zu finden sind.

Hinter der Küste sind relativ viele kleine Dörfer mit Schule, einer Placa, Tankstelle (Sprit aus Kanistern!) und Einkaufsmöglichkeit.

Wir sind immer wieder erstaunt, wie wir mit unseren "tollen Spanischkenntnissen" nach dem Weg fragen und uns sogar "unterhalten" können...

 

Auch in Mexiko müssen wir immer wieder "Führungen" durch unsere Fahrzeuge machen.

 


 

Jetzt haben wir auch einen eigenen

Aufkleber für unser BiMo!

 

Dank Henrik und Ingmar, dem "Grafiker unseres Vertrauens" ist es wirklich toll geworden... Wir werden 2 Aufkleber nach Sabines Rückkehr sofort an unserem BiMo anbringen, denn damit wird es für uns viel leichter, wenn wir unsere Reise erklären und beschreiben...

Vielen Dank für Eure Arbeit!!


19. November 2018

 

Da unser Bedarf an "Offroadfahren" gedeckt war, sind wir die letzten 70 km bis La Paz auf der MEX 1 gefahren.

In der Nähe vom Fährhafen in La Paz haben wir einige schöne Übernachtungsplätze gefunden, die aber auch von Einheimischen bis spät in die Nacht genutzt wurden... Allerdings ergaben sich daraus  auch wieder tolle Kontakte zur Bevölkerung vor Ort.

Sepp ist jetzt stolzer Besitzer eines mexikanischen Nationalmannschaftstrikots!

 

Die geplante Besichtung von La Paz ist leider durch "Probleme" beim Kauf des Fährtickets ausgefallen, denn die Ausstellung meines Tickets war erst möglich, wenn ich eine Transportbox für Elli vorzeigen konnte...

Die Beschaffung gestaltete sich wiederum schwierig, und hat uns 5-6 Stunden gekostet: In den Supermärkten bzw. Tierhandlungen gab es in "unserer" Größe nichts. Erst auf einem einheimischen Markt sind wir dann fündig geworden...

Das Verladen war "mexikanisch", das Schiff sowie unsere Kabine sauber und die Überfahrt von 7 Stunden, verlief sehr ruhig. Elli sollte ich in der Box auf einen Flur tragen. Allerdings hatte der "Verlademeister", nachdem er Elli gesehen hatte, ein Einsehen und doch zugestimmt, dass ich sie an der Leine hochführen konnte. Die Box hat er sogar getragen...

Nach der Ankunft in Topolobampo haben wir unweit vom Hafen, in einer Seitenstraße, direkt am Meer übernachtet.

Ein nettes Empfangskommitee hat uns am Abend auch noch besucht...

 

Am nächsten Morgen stellten wir fest, dass wir direkt neben der Placa standen und ein Umzug,  anläßlich des mexikanischen Nationalfeiertages am 20. November, unweit von uns vorbei zog. Es war faszinierend, mit welchem Ernst die Kinder und Jugendlichen in ihren Uniformen auftraten

 

Auch das ist Tagesgeschäft: Internet suchen, Homepage updaten, Reparaturen durchführen... Mir war ein Winkel am Träger für die Werkzeugkiste gebrochen. Da ich den Generator noch dazu packen wollte, hatte ich schon stärkere Winkel gekauft, in die ich noch eine Strebe einschweißen mussten. Die Mexikaner am Straßenrand haben alles stehen und liegen gelassen, die Werkbank geputzt und meine Winkel für 7€ geschweißt...

 

El Fuerte ist ein schönes Städtchen, mit diversen Hotels und vielen Tagesgästen. Hier ist auch die letzte Möglichkeit um in den Zug "El Chepe" zuzusteigen...

Wir haben hier die Fahrzeuge "mit Elli" auf einem Campground geparkt, und sind mit dem Zug "El Chepe" in den Canyon del Cobre gefahren. Drei schwere Dieselloks haben uns mit 25 - 55 km/h über ca. 300 km, von 150 m auf 2.400 m, hoch in die Berge gebracht. Die Bahntrecke wird zu den 20 schönsten der Welt gezähltzählt, und soll die schönste von Mexiko sein... Es war echt schön, aber nicht überwältigend.

Zwischen den Wagons konnte man auf einer Art Plattform mehr oder weniger im Freien stehen. Bei uns unvorstellbar, wenn man nicht aufpasst, konnte man mit den Füßen zwischen die Wagen geraten...

Die Tickets für die bessere Touristenklasse gibt es nur im Internet. Aber unsere Anfrage bzw. Bestellung wurde bis heute nicht beantwortet. Also haben wir uns einfach angestellt, und dem Schaffner erklärt, dass wir noch zwei Tickets bräuchten. Er hat uns reingewunken und dann bis zur vorletzten Station vor Divisadero nicht mehr beachtet. Dann kam er plötzlich, schrieb den Preis von 2.000 Pesos auf einen Zettel, nahm unser Geld und verschwand. Ticket bekamen wir keins. Sepp hat ihn dann durchs Fenster nach einer Minute über den Bahnsteig laufen sehen: Dienstende!!!

Naja, wir haben 200 Pesos gespart und der Schaffner einen tollen Nebenverdienst eingeheimst.

 

An den wenigen Haltestellen wurden von Frauen und Kindern Handarbeiten und Äpfel durch die Waggonfenster verkauft. Sie trugen alle sehr bunte und schöne Kleider bzw. Trachten. Ein Mexikaner erzählte mir, daß dieser Verkauf an die Touristen ihre einzige "Geldeinnahmequelle" sei. Sie leben von dem was die Natur ihnen bietet. Erstaunt war ich auch, wie die Mexikaner mit ihren Ureinwohnern, den "Indios", umgehen: Sie schenken ihnen keinerlei Beachtung, schimpfen auf sie... Genau wie in Canada und den USA!

Oft dachte man die Dörfer entlang der Bahnstrecke seien verlassen, bis man plötzlich doch wieder Menschen bei den Häusern sah.

Das Hotel wurde uns beim Einkaufen von einer Amerikanerin, die für die mexikanische Tourismus-branche arbeitet, empfohlen. Ein guter Tip! In der Anlage befanden sich viele kleine Häuschen, die alle ein großes Schlafzimmer mit 2 Doppelbetten und Du/WC hatten. Es war alles sehr sauber und sah auch ansprechend aus.

 

Am späten Nachmittag hat das Hotel eine Wanderung zu einem Bergdorf angeboten. Die Aussicht war phantastisch! Unterhalb einer steilen Felswand war ein etwa 30 m breiter Hang, auf dem ein paar Hütten standen, in denen "Indios" wohnen und davor ihren Verkaufsstand haben. Die Hütten schienen wirklich bewohnt zu sein. Das Warenangebot war identisch wie mittags am Bahnhof. Mir fiel auf, daß die Frauen und Kinder sehr ernst dreinschauten, man sah kein Lächeln in den Gesichtern. Später hat mir eine Frau erzählt, dass alle "Indios" sehr strenge Gesichtszüge hätten. Auf meine Frage, von was die Menschen hier leben, sagte der Hotelguide: "Sie haben hier keine Arbeit. Ihre Nahrung (Beeren, Pilze, selten Fleisch) finden sie in den Bergen, und das Geld der Touristen sei ihr Wohlstand..." Mein Eindruck war, dass sie noch leben wie ihre Vorfahren.

Am nächsten Vormittag sind wir 4 km zu einem Aussichtspunkt über dem Canyon del Cobre gefahren worden. Hier hatten wir nochmals einen tollen Blick aus der Seilbahn über den Canyon. Die 7 Stationen einer Zip-Line, über Schluchten und Täler mit Seilbrücken und kurzen Wanderungen, hätten wir gerne gemacht, aber die Zeit reichte leider nicht aus,  da unser Zug um 13.45 zurück nach El Fuerte ging...

 

Nach den 4 Tagen im Landesinneren hat es uns wieder an die Küste gezogen, da von Norden eine Kaltfront mit Regen und Schnee angekündigt wurde. Unser ursprünglicher Plan von El Fuerte über Creel (ca. 300 km Piste) nach Chihahua zu fahren schien uns auf Grund der Wetterlage etwas zu riskant. Und so sind wir hier gelandet:

Wir wurden von einem Mexikaner zum Fischen eingeladen. Erst sollte es morgens losgehen, dann am Nachmittag... Als er dann mit dem Boot kam, meinte er die beste Zeit am nächsten Morgen um 6 Uhr...

Um 6.45 ging’s dann wirklich los, leider ohne mich, da ich mich in der Näher der Tilette aufhalten musste. Sie haben in der Bucht in den Mangrovenwälder geangelt. Es wurde nur wenig gefangen. Sepp hatte seinen Spaß, mit einem tollen Biss und Kampf bis kurz vor den Käscher...


Damit Ihr eine kleine Vorstellung habt wie ich hier lebe,

habe ich mal eine Auswahl aus der Speisekarte der letzten Wochen zusammengestellt:

Frühstück

  • Speck mit Rühr- oder Spiegelei, oder gekochtes Ei, Marmelade, Wurst, Käse, Saft, Kaffee, Brot

 

Zwischenmahlzeit

  • Tacos, Salza, Oliven, Salami, Thunfisch oder Sardinen in Öl, Linsensuppe mit Würstchen, warme Kleinigkeiten in Garküchen am Straßenrand...
  • Dazu ein kaltes Bier!

Abendessen

  • Steak, Gulasch, Fisch, Lobster, Koteletten, Hähnchen, Reis, ge-bratenes Gemüses, Kartoffel, Teigwaren, Bratkartoffel, div. Salate... Selten nur Brot...
  • Dazu ein kaltes Bier und/oder Rotwein aus Chile, Argentinien oder Mexiko!

Dessert

  • Flan, frisches Obst mit Schlagsahne, Reisbrei, Joghurt, Pudding, Schweizer Cafe (ein Obstler oder Tequilla im Kaffee), Plätzchen...


Seit ich mich auf dem Festland Mexikos, entlang der Westküste südwärts bewege, ist das Land sehr viel schöner und sauberer bzw. aufgeräumter als es auf der Baja California war. Sicherlich hängt es auch damit zusammen, dass es deutlich grüner und damit „ frischer“ aussieht. Die Menschen sind zumindest in den Ortschaften auch mehr auf „Sauberkeit“ bedacht. Es wird gekehrt, obwohl es nur staubige Straßen oder Erdwege gibt, die Häuser sind gepflegter und die Ladengeschäfte sehen ansprechender aus.

Dafür sind die Hauptverkehrsstraßen auf dem Festland deutlich schlechter geworden, und zusätzlich ist auch auf den Autobahnen eine Maut fällig geworden: 100 km haben ca.25€ gekostet...

 Nach 3 Anläufen und 22 km "Fahren" haben wir endlich wieder eine „schöne und saubere“ Wäscherei gefunden. Die Wäsche war zwar nicht 100% trocken, aber sehr sauber, zusammengelegt und hat gut gerochen. Die "Restfeuchte" habe ich über Nacht im BiMo "herausgeholt"...

 

Kurz vor La Cruz haben wir mit iOverlander einen recht ordenlichen Campingplatz gefunden, auf dem wir 3 Tage verbracht haben. Davon habe ich 2 Tage an einer Grippe laboriert, die aber überstanden ist. Es gab eine warme Dusche, wir hatten Strom und haben mal wieder eine größere Innenreinigung der Fahrzeuge durchgeführt. Der Campingplatzbesitzer hatte am Samstag zum Grillen "eingeladen": Er hat das Fleisch besorgt und jeder hat irgendetwas dazu mitgebracht. Hat alles ausgezeichnet gemundet. Zur Überraschung am Sonntabnachmittag hat er dann für alle Gäste (mit uns10!) zum Garnelenessen eingeladen: Köstlich! Er hat sie mit Zwiebeln und Salz 10 min gekocht gekocht, und dazu 3 Soßen zum tunken gereicht...

Außerdem hat Elli eine ganz liebe Freundin gefunden. Die kleine Gonzales hat mexikanisch und perfekt Englisch gesprochen...

 

3. Dezember

Über Mazatlán ging es in 2 Tagen ca. 300 km über die MEX40, eine tolle und gut ausgebaute Bergstraße, vor der uns allerdings der letzte Campingplatzbetreiber, wegen sehr enger Kurven und bei meiner Fahrzeuggröße überhaupt, gewarnt hatte. Wir fuhren fast die ganze Strecke auf 2.200 bis 2.900 m Höhe, bis nach Durango. Vorbei an mehreren Militär- und Polizeikontrollen, großen Sägewerken und relativ großen Bergdörfern.

Im rechten Bild kann man einen Weihnachtstern sehen, der hier so in der freien Natur wächst.

 

In Durango konnten wir dann mitten im Stadtzentrum, bei einem Autohändler im Hinterhof, parken bzw. schlafen. Nach einem Stadtbumme, und dem etwa zwanzigsten erfolglosen Versuch, in den letzten 4 Wochen, eine Straßenkarte von Mexiko zu kaufen, mussten wir um 21 Uhr zurück sein, denn dann wurde das riesige Tor abgeschlossen...

 

Am nächsten Morgen trennten sich hier unsere Wege. Sepp fuhr nach Süden, wieder an den Pazifik und ich nach Monterrey. Die 600 km habe ich auf der MEX40, die mehr oder weniger parallel zur Autobahn verläuft, nichts kostet, gut ausgebaut ist und durch eine große Weinregion, sowie viele kleine und mittlere Städte führt, innerhalb von 2 Tagen bewältigt. Die Temperaturen sind hier im Landesinneren mittlerweile auf 18 Grad am Tag und 10 Grad in der Nacht gefallen, und ab Saltillo gab es dicken Nebel und Nieselregen. Das hatte einige Unfälle und einen 70 km langen LKW-Stau, zum Glück auf der Gegenseite, zur Folge.

So wohnt man hier...

Ganz normaler Verkehr in Monterrey...

 

6. Dezember

In Monterrey habe ich meinen alten Weggefährten Christoph Ravenstein und einige mexikanische Freunde bei RavenRubber getroffen. Neben ein "bischen arbeiten“, und mir den fast schon vergessenen Gummigeruch wieder einmal reinziehen, bin ich übers Wochenende dann in Berge bei Monterrey gefahren.

Von RR in Apodaca bin ich am Samstag früh durch Monterrey nach Cola de Caballo gefahren. Da war ich vor einigen Jahr mehrmals zum Quadfahren. Die Gegend habe ich fast nicht wiedererkannt. Die Straßen sind durchweg geteert und in sehr gutem Zustand. Aus „Hüttenansammlungen“ sind hübsche kleine touristische Dörfer geworden, mit schönen Restaurants, Ferienhausvermietung und Cafes. Ich war total überrascht wie es heute hier  aussieht. Der Quadvermieter hatte damals nur einen Holzverschlag, heute ist daraus eine schöne Garage mit Büro usw. geworden.

 

Gegen Mittag bin ich auf eine Truppe Felsenkletterer gestoßen. Unglaublich, was die in der Felswand vollbringen. Atemberaubend, wenn man direkt daneben, bzw. darunter steht.

 

4 Stunden habe ich denen angespannt zugeschaut. Für ein Bild wollten sie mich sogar “ein Stück hochziehen“, aber das war mir nichts. Sie meinten auch, dass ich am besten zur „Sicherung am Boden geeignet“ wäre… Die Einladung zu ihrem Quartier konnte ich dann nicht ablehnen. Es gab gegrillte Hähnchenflügel, Steaks, Bohnen, Tortillas, Tacos und div. Soßen am Lagerfeuer.

 

 

Große Achtung hatte ich vor einer kräftigen Mexikanerin, die ebenfalls geklettert ist...

Am Sonntag kam Christoph mit "Fleisch und div. alkoholischen Getränken" zu einem BBQ in den Bergen vorbei. Wir hatten viel Spaß mit den einhimischen Kletterern. Es war ein toller Sonntag... Auf der Rückfahrt am Montag war wegen Nebel leider nichts von Monterrey zu sehen.

 

Sabine ist am Dienstag pünktlich gelandet, und wir sind beide sehr glücklich dass wir nun wieder gemeinsam unterwegs sind...

 

In der Stadt habe ich wiederum bei MERCEDES und FREIGHTLINER vergeblich versucht das Getriebeöl wechseln zu lassen. Zu dritt hat man mir erklärt, dass sie es nicht könnten, da sie nicht das richtige Öl hätten. Auf meinen Hinweis, dass ich das besorgen würde, haben sie dann gesagt, dass sie es trotzdem nicht könnten, da sie dafür nicht geschult seien. Was für Armleuchter, und das unter dem Namen von MERCEDES!!!!!!

 

 

 

Die 4 Tage bei RavenRubber haben viele alte Erinnerungen hervorgerufen, jedoch war es  dieses Mal ein "total streßfreier" Besuch...

Danke an die gesamte Truppe für die schöne Zeit und die Unterstützung !

 

13. Dezember

Von Monterrey aus sind wir die 650 km bis nach Guanajuato sehr zügig durchgefahren, denn dort hatten wir uns wieder mit Sepp verabredet. Die Autobahn haben wir wegen der extrem teuren Maut  weitestgehend gemieden, zumal die Nebenstraßen meistens in deutlich besserem Zustand waren. Die Zufahrt zum Schlafplatz in Guanajauto war etwas tricky, niedrige Strom- und Telefonkabel sowie sehr enge Gassen. Der Blick aus dem BiMo-Fenster auf die Stadt dafür grandios... Nach einem "Sundowner" auf das Wiedersehen, mit tollem Blick auf die Stadt, haben wir zusammen gekocht und die Erlebnisse der letzten Wochen mit Sabine geteilt...

Guanajuato ist ein Weltkulturerbe. Die Stadtbesichtigung war ein Traum.

 

Jetzt hat es uns auch erwischt: Während wir am Samstag von 9.15 bis 15.00 in der Stad waren, haben sie mir eine Kiste vom Heckträger geklaut. Dazu sind sie auf die Kühlerhaube von Sepps Sprinter gestiegen, haben meine Gurte durchgeschnitten und den Kasten samt Inhalt (Wechselrichter 120-220V und ein Kabel) mitgenommen. Als wir den Schaden abgehakt hatten, haben wir uns eine "kleine Pause" im WoMo gegönnt. Plötzlich schreit Sabine "da klettert einer aufs Wohnmobil"...  Ich ohne Schuhe raus, sah wie Sepp eine Gestalt packte, und dann haben wir den Dieb gemeinsam niedergerungen und am Boden "festgehalten". 2 Passanten haben die Polizei gerufen. Während wir auf sie gewartet haben, hat der Gauner mit Familie, Baby usw. auf Mitleid von uns gehofft. Er bot sogar 40 Pesos und sein Handy an, wenn wir ihn nicht an die Polizei ausliefern würden... Vergebens, wir haben ihn der Polizei "ordentlich" übergeben! Er wurde in Handschellen abgeführt, und da wir von einer Anzeige abgesehen haben, wird er wohl für 24-30 Stunden eingesperrt. Hat er bereits eine "Historie", kann es auch länger sein. So wurde es uns mitgeteilt...

 

Unsere nächste Station ist San Miguel de Allende. Diese Stadt wurde uns von vielen empfohlen. Zurecht! Sie ist im Gegensatz zu Guanajuato aber total touristisch geprägt, aber auch sehr schön. Hier leben auf Grund des angenehmen Klimas ca. 12.000 "Nord-Amerikaner", das sind 10% der Bevölkerung, und die hinterlassen natürlich ihre Spuren. Das Angebot in den Geschäften, die Cafes und Restaurants,  aber auch die "Preise" sind natürlich auf einem ganz anderen Niveau als in Guanajuato.

 

Die Straßen sind hier auch sehr schmal, und kaum eine Parkmöglichkeit in der Stadt. Dem guten alten Käfer begegnen wir in Mexiko täglich. Der technische Zustand der Fahrzeuge ist aber meist noch ok. Der Baum im mittleren Bild hat mich schon sehr iritiert. Stand er doch plötzlich mitten auf einer Einbahnstraße, da wurde es mal so richtig eng... und Sabine mußte zur Sicherheit aussteigen.

 

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So langsam machen wir uns auch Gedanken wo wir Silvester feiern.

Toll wäre ein Campingplatz mit Palmen direkt am Meer.

Schauen mer mal...

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